Condor Tricksters driving the lobster

David, Felix, Janina und Lutz in Nova Scotia

Letztes Update: So, 23. Juni 2008 08:06 Uhr nach deutscher Zeit

Mittwoch, 11.06.2008

Das Schlauchboot

Nachdem das Schlauchboot nicht in den Bus gepasst hatte, brachen wir deprimiert auf. Die Stimmung war am Boden. Doch um dies zu ändern machten wir eine lustige Österreicherwette. In was für verrückte Klamotten würde sich der Österreicher diesmal zwängen? Janina wettete schwarz, Felix grün und Lutz Blau. Die Überraschung war groß, als David mit einer blauen Hose vor dem Condorschalter auf einer Bank saß. Lutz's erster Hummer war gesichert. Nun ging es zum Checkin, wo Lutz der hübschen Checkindame seine Visitenkarte hinterließ. Als das Handgepäck durchleuchtet wurde, kamen die drei Jungs durch ihr seriöses Auftreten ohne Probleme durch. Doch das Rehlein Janina konnte mit Wunderkerzen und einer Großen Schere nicht nach Kanda einreisen. Sie musste sie in Deutschland zurück lassen. Doch die nächste große Katastrophe war nicht weit entfernt. Die Flasche Bier im Flieger kostete 3 EUR, und das Fass war leider nicht im Handgepäck. Die ersten 10 Minuten wurden zwar durch einen alkoholischen Cocktail gerettet, doch der Durst nach frischem Bier blieb über den ganzen Flug bestehen. Etwas Abhilfe gaben die deutschen Schlager-Sender und Felix's und Lutz's Tanzchoreographien. Wir kamen in Halifax an und wurden am Flughafen nicht von der erwarteten Heather abgeholt. Sofort kam eine freundliche Flughafendame und gab uns Anweisungen zum Quality Inn Hotel zu fahren. Dort wusste niemand bescheid. Aber nach einigem Diskutieren gaben sie uns auch ohne Geld unsere Familiensuite. Sofort wurden Muffins mit Rosinen gegessen, obwohl keiner sie mochte. In der Wartezeit auf Heather wollten wir baden. Doch im schönen Hotelpool war kein Wasser, nichtmal Bier. Also gingen wir ins Restaurant. Wir bestellten Bier; Heather erschien. Alles war wieder gut, auch das Essen, bis die Rechnung kam. 6 Bier für 50 Kanadische Dollar um 2 Uhr nach deutscher Zeit. Aber das Bier war für nichtdeutsche Verhältnisse sehr gut, und damit war der erste Tag auch vorbei.

Donnerstag, 12.06.2008

Ein Waschechter Österreicher

Um 4:30 Uhr klingelte das Telefon, um uns zu wecken. Mit einem Apfel-Muffin-Frühstück ging es los. Janina war zu langsam. Doch trotzdem erreichten wir 15 Minuten zu früh das CTV Fernsehstudio, in dem wir unseren ersten Auftritt live und chaotisch im Frühstücksfernsehn absolvierten. Die Kannadier waren begeistert. Sowas hatten sie noch nie gesehen. Ein waschechter Österreicher und drei Deutsche. Wir hätten uns das Frühstück verdient, nur leider machte der Laden erst um 9 Uhr auf. Und wir hatten 8. Nun ging es weiter nach Annapolis. Heather wies noch schnell auf die Umarmfreudigkeit der Annapolianer hin. Und schon bekamen wir unsere erste Umarmung von Linda, einer Freundin von Heather. Linda besorgte uns den Masterschlüssel zur Stadt. Bis auf Janina waren aber alle zu müde um uns etwas anzugucken. Mit dem Essen, das wir im Supermarkt bekamen, gingen wir auf einen Spielplatz. Die Zeit wurde totgeschlagen; Janina war weg, bis Heather uns zu einer Schule fuhr, wo uns unser nächster Auftritt erwartete. Unterwegs tauften wir sie (ohne ihr Wissen) auf den Decknamen Hummel, weil sie wie eine fleißige Hummel um uns herumschwirrte. Der Auftritt war fantastisch. Ein paar Autogramme später konnten wir endlich in dem -10F kaltem Ozean unser wohlverdientes Bad nehmen. Lutz war als erstes im Wasser, aber auch als erstes wieder draußen. David und Janina blieben hart und ringelten sich bis zur einer Eisscholle. Danach war noch eine kleine Fotosession zum Trocknen angesagt und schon ging es weiter zu einer unserer beiden Gastfamilien, um etwas Pizza zu essen. Lutz und Felix schliefen auf dem Boden ein, aber die Gastmutter weckte uns und fuhr uns beide dann zu einer netteren Gastfamilie, wo wir müde durch die Dusche zu Bett fielen.

Freitag, 13.06.2008

Freitag der Dreizehnte

Der Freitag der 13. startete in einer Grundschule, wo wir unsere erste Show des Tages fuhren. Janina packte ihre halbe Paarkür aus und wurde zum Dank sofort von einem kleinen Kind umarmt. Die Kinder hatten sogar schöne Ride-The-Lobster-Plakate für uns gemalt. Mit dicken Lobstern drauf. Der nächste Stop unserer Reise war eine 1,5 Stunden entfernte Farm. Wie gewohnt kamen wir erst 10 Minuten bevor wir auftreten sollten an. Und Janina und Felix hatten keine Zeit zu lernen, wie man auf Sand Freestyle fährt. Die Show war dementsprechend anders (schlechter). Die Kinder waren aber trotzdem begeistert. Unser Mittagessen nahmen wir in dem Farm-Museum ein, wo wir mit historischen Gerichten bewirtet wurden, während die Museumsbesucher um uns herumliefen. Nun ging es weiter zu unserer nächsten Gastfamilie, welche in einem großen Haus an der Küste wohnte. Wir waren sehr gespannt. Die Spannung war berechtigt; so ein Haus hatten wir noch nicht gesehen. Es war einfach unglaublich. Das Ehepaar Keevill empfing uns freundlich. Bruce führte uns direkt zu dem naheliegenden Bohaker Trail. Wir brachten Bruce zur Verzweiflung, als Lutz und David auf der Steinküste ihre Trialkünste bewiesen. Zur Krönung fuhr der verrückte Österreicher über ein Geländer auf einer 15m hohen Wasserfallklippe. Nach der Wanderung zeigte Bruce uns seine unglaubliche internationale Biersammulg, von der wir die Hälfte wegprobieren mussten, und zum Abschluss beim Sonnuntergang unser mitgebrachtes Weizenbierfässchen mit ihm teilten. Bruce war von unseren Zapfkünsten begeistert und das Bier schmeckte ihm sehr.

Samstag, 14.06.2008

Holger der Manager

Leicht verkatert wachten wir um 8 Uhr auf und gingen zum Meer um Einrad zu fahren. Nach 3 Minuten war für Lutz dieser Spaß schon wieder vorbei und er holte sein Werkzeug und einen Schlauch. Janina traute sich Stand-Up über eine Mauer zu fahren, was uns alle sehr beeindruckte. Auch David und Lutz machten wieder ein paar unglaubliche Lines, die Felix filmte. Nach 3 Stunden intensiven Einradfahrens, ging es nach Annapolis Royal auf den Markt, wo wir etwas herumschlenderten und bei einem deutschen Bäcker Brezeln aßen. Wie immer bekamen wir unnütze Sachen geschenkt. Am Feuerwehrhaus, hatten wir unsere erste und letze Show des Tages, die Kris Holm moderierte. Aus Helmmangel liehen wir uns Feuerwehrhelme. Hier trafen wir auch zum ersten mal ein paar Verrückte Ride The Lobster Fahrer. Diese Idioten, wie kann man nur 800km auf EINEN Rad fahren... Außerdem wurden wir von einem Feuerwehrmann-DJ in einem Feuerwehrauto mit 7 verschiedenen Feuerwehrsirenen durch die kleine Stadt gefahren. Nach einer Dusche auf dem Camping-Platz und einem großen Eis auf die Hand ging es in den Pub, der dem Sohn unserer Gasteltern gehörte, was uns ein paar Bier und Muscheln einbrachte. Nun hingen wir mit Kris und ein paar anderen Einradfahrern am Fort herum und probierten fleißig die Schlumpf-Einräder (Einrad mit Schaltung) aus, was Lutz ausnutzte und sich mit dem Schlumpf zerbrezelte. Merke: Nie mit Schlappen Schlumpf-Einrad fahren. Nachdem wir Janina die Fußnägel ausgerissen hatten, ging es direkt weiter zum Begrüßungsessen im Legion, einer Art Stadthalle. Dort trafen wir endlich das deutsche Ride-The-Lobster-Team. Jan Logemann sah am sportlichsten aus, dicht gefolgt von Holger, dem Manager. Das Essen war gut; Herr Logemann bekam als einziger ohne zu fragen zwei Teller hingestellt. Die Ride-The-Lobster-Teams hatten schon die ersten Verluste zu beklagen, als ein Frisbee einen schnellen Fahrer auf dem Parkplatz traf. Er verbrachte diesen Abend im Krankenhaus. Felix ging es nicht so gut und er wurde nach Hause gebracht. Die anderen machten noch eine mehr oder weniger interessante historische Kerzen-Friedhofsführung, in der ungefähr jeder von 200 Mücken gestochen wurde. Felix blieb verschont, da er schlief. Die anderen hüpften mit Bruce, Velma und ein paar Weizen in einen Hottube (Whirlpool) und genossen den Rest Weizen mit Ausblick auf den Ozean. Janina trank Orangensaft.

Sonntag, 15.06.2008

Der erste Lobster

Nach einem leckeren Frühstück packte Lutz noch schnell Janina noch eine halbe Packung After-Sun auf den Rücken und versaute das halbe Bad und ihre Klamotten, so dass sie nochmal duschen musste und wie immer zu spät war. Nach einer langen Fahrt kamen wir in Pubnico an, wo die Leute einen lustigen französischen Akzent hatten und uns den bisher besten Trialparkour bauten. Zum ersten mal hatten wir eine richtige Musikanlage und viele Menschen außenrum. Zur Belohnung gab es den lange ersehnten ersten Lobster (Hummer) zu essen. Er schmeckte nach Broccoli und Lutz war eine Lusche und traute sich nicht den Schwanz des Hummers komplett aufzubrechen. Danach scheuchte Heather uns weiter zu einem Aussichtspunkt, wo ein Gruppenfoto von allen Ride-The-Lobster-Teilnehmern gemacht wurde. Lutz und David trialten mal wieder ein bisschen. Doch Heather scheuchte uns sofort weiter zum Hotel, wo alle Teilnehmer schliefen. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben: Wir mussten doch noch eine spontane Show in der Stadt machen. Die Show lief ganz gut, bis auf den Ösi, der sich 5 mal bei einem Footplant zerlegte und danach seine Gabel zerbrach. Zurück im Hotel organisierte Kris ohne zu blinzeln eine brandneue Gabel. Im Hotel nahmen wir noch das köstliche Fischbuffet mit, bei dem Lutz nicht satt wurde. Nach dem Essen wurde das Rennen eröffnet, und wir fuhren zu unserer nächsten Gastfamilie. Dort aßen wir Marshmallows und Wurst am Lagerfeuer. Zum ersten mal redeten wir mit kanadischen Jugendlichen, die sich sofort an Janina heranmachten.

Sonntag, 16.06.2008

"GO - NEW ZEALAND - GO"

Nach 5 Stunden Schlaf und einem leckeren Waffelfrühstück ging es zum Start des Rennens. Nach einem kurzen Anschiss von Connie hörten wir auf, nur das deutsche Team anzufeuern und bekamen eine New-Zealand-Flagge in die Hände gedrückt. Nun fingen wir an uns die Lungen aus unseren Leibern zu schreien, zu hüpfen, zu klatschen und mit artistischen Figuren die Rennfahrer zu motivieren. Beim Checkpoint in Weymouth animierten wir die sich erst zurückhaltenden Kannadier für die vorbeifahrenden Einradausdauersportler zu klatschen und zu jubeln. Nach unserer grandiosen Show waren sie entfesselt. Danach aß jeder von uns 4 Hot-Dogs und wir wurden wie immer auf tausenden Fotos mit Ureinwohnern verewigt. Janinas Highlight des Urlaubs war ein Baby namens Freitag, was sie auf den Arm nehmen durfte. Mit viel Gegröhle ging es weiter an den Rennfahrern vorbei zu den nächsten Checkpoints, wo wir jeweils kurz halt machten und anfeuerten. Gegen ca 15:00 Uhr erreichten wir das Ziel, wo wir in einer Bücherei die Positionen der Fahrer in Echtzeit auf der Karte sehen konnten. (Das könnt ihr übrigens auch: Rennpositionen Live) Johannes fuhr wie ein geölter Blitz, weshalb die Deutschen schon auf dem Bildschirm einen bombastischen Vorsprung hatten. Wenig später war der Jubel groß: Jan Logemann (wer sonst?) traf mit einem 15 Minütigen Vorsprung vor dem 2. Team (New Zealand) im Ziel ein. Welch ein schon lange vorauszusehender Erfolg. Johannes musste zwar wegen eines Unfalls ins Krankenhaus, er war sich jedoch sicher, am nächsten Tag wieder Fahren zu können. Wir warteten auf Heather, um die Einräder für unseren kommenden Auftritt zu bekommen. "Was ist das denn für ein Dödel? Morgen bau ich euch mal ein richtiges Schwert!", sagte Arne, als er dem Clown zusah, wie er den Kinderen Luftballons modellierte. Janina und Felix begeisterten mit einem Freestyleauftritt auf einer Bühne, deren Bretter so weit auseinander lagen, dass ein Freestylereifen fast darin verschwinden konnte. David und Lutz absolvierten ihre Show wie immer fast perfekt. Anschließend ging es wieder zu unserer Lieblingsgastfamilie. zum Abendessen gab es diesmal einen richtig von Velma zubereiteten Lobster. Janina und Lutz luschten rum und bekamen Lasagne. Felix und David jedoch blieben hart und verspeisten das Schalentier. Gegen den Sonnenbrand (bei Felix im Gesicht schon Leder) gab es mal wieder eine internationale Biersammlung, die durchprobiert werden musste.

Sonntag, 16.06.2008

Der Kürbis

Der heutige Tag sollte mit 5 Shows unser stressigster werden, dementsprechend früh mussten wir auch aufstehen. Zuerst hieß es der netten Gastfamilie, den Kenvills endgültig bye bye zu sagen. Danach ging es sofort den Rennfahrern hinterher, wobei wir bei den meisten Checkpoints eine Show fuhren. Eine ließen wir wegen schlechten Wetters aus, um die Zeit stattdessen in einem Hummermuseum zu verbringen. Die Fahrer hatten die ganze Zeit mit starkem Regen zu kämpfen, wir jubelten ihnen beim Vorbeifahren trotzdem aus unserem trockenem Auto zu. Kris Holm begleitete uns einen Großteil der Strecke, um unsere Shows zu moderieren. Aus diesem Grunde musste Janina auf Lutz's Schoß sitzen, was ihn sehr nervös machte. Die Deutschen fuhren wieder souverän, wobei sie nur mit einem Vorsprung von ca 3 Minuten ins Ziel kamen, da Johannes noch unter seiner Verletzung litt, die laut Arzt jeden Tag etwas mehr wehtun sollte. Trotz des zweiten Sieges war die Stimmung bei dem deutschen Team etwas getrübt, da bei Jan eine alte Verletzung an der Archillessehne wieder hervorkam, und er kaum laufen konnte. Lutz und Felix zeigten mal wieder ein paar gute Sitztanzchoreographien beim Salatwettessen, welches Felix mit einem halben Teller Vorsprung gewann. Übrigens: Red Bull war beim Rennen auch vor Ort, wurde aber, nachdem die zwei hübschen Mädels uns ein paar Kannen gegeben hatten, auch wieder rausgeworfen, da sie kein offizieller Sponsor waren. Die Nacht wurde bei Gastfamilien verbracht, diesmal allerdings getrennt.

Mittwoch, 18.06.2008

Fette Fettnäpfchen

Heute regnete es wie Hulle. Nach dem Aufstehen erzählte der Ösi erstmal das Missgeschick des vorherigen Abends: auf die "motherquestion" der Gastmutter, ob Janina "already slept with David" antwortete sie "Yes. I have already slept with all of them together" Die Gastmutter antwortete mit entrüsteten Blicken und Janina und David entschieden sich getrennt zu schlafen. Die Gerüchteküche sollte nicht noch weiter angekurbelt werden. Danach fuhr Janina ihre beste Show und David schaffte einen Jump-Mount aus einem fahrenden Einkaufswagen. Fettnäpfchen Nummer 2: Bei einem Radiointerview antwortete Janina auf die Frage, ob Einradfahren olympisch werden sollte: ja klar, wenn sogar so komische Sportarten wie Curling olympisch sind, hat Einradfahren es auf jeden Fall auch verdient. Der Moderator reagierte darauf nicht so erfreut, da Curling in Kanada ein Nationalsport ist. Das Timetrail der Deutschen verlief aufgrund Johannes' Verletzung nicht so super und Neuseeland konnte acht Minuten gut machen. Der Auftritt am Mittag musste leider entfallen, denn es regnete schon wieder wie Hulle. Angekommen in Turol warf uns die Hummel mitten auf der Straße für den nächsten Auftritt raus. Kris Holms schmutzige Wäsche diente zum Trocknen der Obstacles. Ein grandioser Auftritt war vorprogrammiert. Beim zweiten Timetrail konnten die Deutschen leider trotz lauten Jubelgesanges (Wurst, Holger, Würstchen, LutzEichholz) nicht punkten. Es war aber erstaunlich wie sich die Fahrer mit 30 kmh durch die engen Kurven Trurols schlängelten. Fettnäpfchen Nummer 3: Janina sollte Ken Loi für unicycle.tv interviewen. Sie stellte ihn als Australier vor, was für einen Neuseeländer fast so schlimm ist wie wenn ein Deutscher als Österreicher abgestempelt wird. Janina konnte die Wogen mit ihrem femininen Charme grade so noch einmal glätten; Fast hätte es die erste Schlägerei des Rennens gegeben. Lutz hatte mal wieder ein Highlight. Eine Frau rief ihn aus ihrem Auto zu sich her, um ihm zu sagen, dass ihre drei reifen Töchter, die im Auto saßen, sagten, er sähe aus wie ein hübscher Schauspieler. Lutz tickte daraufhin völlig aus und hielt sich für den aller aller Größten. Doch Felix und David holten ihn jedoch nach dem Schreiben des Tagebuchs schnell wieder auf den Boden des Schlafzimmers zurück, wo er dann unter einer pornösen Decke einschlief.

Donnerstag, 19.06.2008

"I throw heavy things."

Alle waren kaputt. Vorallem der Ösi und der Lutz, die hatten Schnupfen. So langsam kamen die Condor Tricksters an ihre psychischen und physischen Grenzen. Aber das machte nichts. Die Schau muss weitergehen. Also ging es wieder los: Autofahren, Showfahren, Autofahren, Showfahren. An einem schönen Hafen, wo der Wind uns durch die Haare pfiff aßen wir mal wieder Hotdogs, wie nach jeder Show. Inzwischen hingen uns die Dinger schon derbstens zum Hals raus: Eine rosa Wurst, die nicht nach Wurst aussah, und Weißbrot, dass man auf die Größe einer Hummel zusammendrücken konnte. Das Rennen verlief für die Deutschen ziemlich gut, Johannes' Knie war wieder fitter und sie konnten ihren Vorsprung auf die Verfolger aus New Zealand um weitere 3 Minuten ausbauen. Insgesamt erreichten sie an diesem Tag nur den zweiten Platz, das erste Team war jedoch in der Gesamtwertung weit hinter ihnen. Nach der letzten Show und einem weiteren Hotdog für Lutz ein Lichtblick: Der Trainer eines jungen, kräftigen Burschen bot uns an, ihm beim Training alter Shottischer Spiele zuzusehen. Auf die Frage, was er denn genau mache, grinste er und antwortete nur: "I Throw heavy things." Die Nacht verbrachten wir in einem Studentenapartment, wo uns die Vermieterin nette kannadische Souvenirs schenkte und uns der Student seine dicke Wumme zeigte.

Freitag, 20.06.2008

Das Finale

Heute war ein großer Tag. Unsere letzten Shows standen an und das deutsche Team trat seine übergebliebenen 200 Kilometerchen an. Da es unsere letzten Demos sein sollten, planten wir etwas Besonderes. Nach der ersten Aufführung mussten wir eine übertrieben lange Autogrammsession geben, sodass wir am Ende genervt waren. Also schrieben wir teilweise lustige Fantasienamen aufs Papier und ließen auch die Anzahl der Unterschriften varrieren. Die Kinder merkten nicht, dass wir 5 verschiedene Unterschriften abgaben. Daraufhin entstanden neue verrückte Spitznamen für die Condor Tricksters. Die nächste Show begann mit: I want to introduce you the beautiful Dicke Klöten. Felix war Rudel Bums. Bei dieser Aufführung standen wir vor Lachen unsere Tricks nicht. Bei unserer allerletzten Show in Kanada schafften wir es trotz der Namen seriös zu bleiben und niemand bemerkte es - selbst Heather nicht. Nach dieser Aufführung warteten wir am Finish auf den Gewinner. Wie gewohnt gewann das Deutsche Team, obwohl Arne Tilgen einer Raupe und einem Reh auswisch und kilometerlange Umwege in Kauf nahm, um diesen schönen Geschöpfen Gottes ein langes und zufriedenes Leben zu ermöglichen. Sie gewannen nun endgültig mit 18 Minuten Vorsprung das Rennen. Im Ziel brauchten Arne und Jan ein alkoholhaltiges Erfrischungsgetränk, was aber auf Kanadas Straßen untersagt ist. Doch Janina hatte die rettende Idee ein Bierzelt aus der neuseeländischen Flagge zu kreieren. Arne und Jan kamen nun endlich zu ihrem verhopften Gerstengetränk, welches sie innerhalb weniger Sekunden in sich rein schütteten. Diesmal kamen wir zu einer jungen coolen Familie mit einem süßen kleinen Kind, welches Janina am liebsten aufgegessen hätte. Tim, unser Gastvater, hatte echt Style. Er und seine Frau wohnten im Wald; so richtig. Wir knatterten abends noch mit ihm und einem Freund auf ein bis zweirädrigen Gefährten durchs Gehölz bis zu einem Wasserfall. Zum Abendessen gab es seit langem mal wieder etwas vernünftiges zu essen. Erschöpft fielen wir schließlich in unserer eigenen Hütte gleich neben einem kleinen See zu Bett.

Samstag, 21.06.2008

Jan Logemann

Als Wecker wollten Lutz und Felix Janina am nächsten morgen raus aus dem Bett direkt in den See reinwerfen. Janina wurde nur durch den unglücklichen Zufall verschont, dass Lutz und Felix sich nicht einigen konnten, ob sie bei 2 oder 3 werfen sollten. Wir wurden von Tim zum College gebracht, wo Alle Rennteams hausten und die Siegerehrungen schon in vollem Gange waren. Jamey verteilte nach der richtigen Ehrung noch ein paar Fun-awards, wie z.B. die schlimmste verletzung oder der größte Bierkonsum der Teams. Wir fanden heraus, dass wir diese Nacht doch nicht im Wald schlafen würden. Aber das war ok, da wir mit den Teams zusammen im College feiern wollten. Wir mussten jetzt nurnoch unser restliches Gepäck aus dem Wald zum College bekommen. Gesagt, getan: Rocket, der Supporter vom Team Smile Opferte sich für abenteurliche Waldfahrt. Zurück im College tollten wir auf der großen grünen Wiese herum. Und Felix schaffte es beim Slackline (Auf einem gespannten Band zwischen zwei Bäumen balancieren) zweimal breitbeinig so abzurutschen, so dass das Band mit voller Wucht seine linke Klöte traf. Das etwas dürftige Abschlussabendessen bestand aus einem Schüsselchen zerhexelter Meereslebewesensuppe. Doch das Bier dazu rettete den Abend und läutete die Nachtphase ein. Felix schaffte es 16 Marshmallows in seinen Mund zu stecken. Und schlug damit das gesamte deutsche Team und den Titelverteidiger Jeff Grooves, der nur 13 schaffte. Die deutschen tranken mal wieder am meisten und das Demoteam unterhielt den ganzen Saal. Nun kann jeder das Jan-Logemann-Lied auswendig. In dieser Nacht sahen wir auch zum ersten mal in Kanada 2 Flitzer mit schönem Körperbau. Lutz und Felix verpassten diese jedoch, da sie zufällig gerade pinkeln waren. Dank Arnes Koffeintablette war Janina die Königin der Nacht. Bei Lutz und Felix entpuppte sich die Tablette als nicht wirkungsvoll genug.

Neidisch?

Danke soweit fürs Lesen! Wer uns kontaktieren möchte, um seinen Neid auszudrücken:

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